Zu den Umständen, die die rituelle Ganzkörperwaschung erforderlich machen, gehört der Geschlechtsverkehr, die Menstruation, das Wochenbett und die Ejakulation.
Die kanonischen Vorschriften der rituellen Ganzkörperwaschung (farz)
- Man nimmt sich den Vorsatz (niyet), die rituelle Ganzkörperwaschung zu verrichten
- Die Besmele sprechen („Bismillahirrahmanirrahim“)
- Man spült den Mund gründlich aus (3x)
- Man spült die Nase gründlich aus (3x)
- Reinigung des gesamten Körpers, wobei das Wasser jeden Teil des Körpers
benetzen muss
(Es darf keine Stelle trocken bleiben, nicht einmal in der Größe einer Nadelspitze)
Die Sunna-Vorschriften der rituellen Ganzkörperwaschung
- Man nimmt sich den Vorsatz (niyet), die rituelle Ganzkörperwaschung zu verrichten
- Die Besmele sprechen („Bismillahirrahmanirrahim“)
- Man beginnt damit, alle Teile des Körpers von Unreinheiten (unreinen Substanzen)
zu befreien
- Man wäscht die Geschlechtsteile
- Man führt die rituelle Waschung (abdest – wudu) durch (s. rituelle Waschung)
- Danach übergießt man dreimal erst den Kopf, dann die rechte, dann die linke
Schulter
- Man übergießt den Körper von Kopf bis Fuß mit Wasser
Zu beachten ist, dass man während der Vollziehung der rituellen Ganzkörperwaschung mit niemandem spricht und auch von keinem gesehen wird.